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Jörg Maaß Kunsthandel | FINE ART | PHOTOGRAPHY | FAIRS & EXHIBITS

Lorin, Gilles DE

Gilles Lorin Arbeiten | Publikationen   |   website   |   Presse   |   Ausstellungen


Gilles Lorin (1973 Aix-en-Provence)

 Ruhe. Unendliche Ruhe und Stille strahlen die neuesten Fotografien des französischen Künstlers Gilles Lorin aus seiner Serie „Portraits of Dao“ aus. Ein einsamer Baum. Eine Berglandschaft. Der Vollmond. Fast schon eine Wohltat in unserer schnelllebigen Zeit.

Gilles Fotografien sind nicht laut und bunt, sie schockieren nicht, sondern präsentieren sich zurückhaltend leise und von zeitloser Eleganz.

Sein Markenzeichen ist die Drucktechnik. Gilles arbeitet weder dokumentarisch noch reist er auf der Suche nach dem besten Schnappschuss um die Welt. Seine Fotos sollen keine Zeitdokumente sein, sondern Gilles schafft malerische Gesamtkunstwerke. Er arrangiert, komponiert, spielt mit Licht, überlässt nichts dem Zufall und macht dann eine Skizze mit der Kamera. Die eigentliche Arbeit folgt schließlich in der Dunkelkammer. Dort experimentiert er mit Chemikalien, Papieren, Techniken, bis er die richtige Darstellungsweise für sein Motiv gefunden hat. Heraus kommen bestechend schöne Abzüge von überragender Qualität.

Einzelausstellung | fotofever Paris 2019

Die Bildwirkung seiner Fotografien gleicht oft der einer Zeichnung oder eines Gemäldes. Meist sind es Platin-Palladium Abzüge, gedruckt auf den exklusivsten, handgefertigten Papieren wie etwa hauchdünnem japanischem Gampi oder kräftigem Arches. Manche Varianten sind mit Blattgold hinterlegt. In dieser Technik erzielt Gilles eine unglaubliche Bandbreite feinster Grauabstufungen, deren Textur und Präzision an die Alter Meister erinnert.
In seiner neuesten Serie „Portraits of Dao“ nutzt er für manche Positionen das Verfahren der Cyanotypie. Mit ebenso eindrucksvollem Ergebnis und einer unglaublichen Leuchtkraft des tiefen, makellosen Preußenblaus.
Gilles gehört zu einer Gruppe von Fotografen, die sich alter fotografischer Prozesse bedienen. Fast zwangsläufig fühlt man sich an den Piktorialismus erinnert, übertragen ins 21. Jahrhundert.

Seine Motive sucht er überwiegend in heimischen Gefilden. Losgelöst von konkreten Zusammenhängen wählt er seine Bildausschnitte so, dass die festgehaltenen Momente zeitlos, manchmal gar abstrakt wirken. Aber es geht ihm um weit mehr, als um den Prozess des Abbildens. Er lädt seine Szenen mit Bedeutung auf und spielt dabei nicht selten mit der jahrhundertelangen Tradition religiöser Symbole oder sucht das Vollkommene in den profanen Dingen dieser Welt.

Eine Auseinandersetzung mit dem Sein und Nichtsein; mit Vergänglichkeit oder mit etwas Überirdischem findet man in fast allen seinen Serien. Er hat die Sterblichkeit am eigenen Leib erfahren. Nach einem schweren Unfall, langer Krankheit und mehreren Rückschlägen verbrachte er viele Monate im Krankenhaus und fand erst in der darauffolgenden Regenerationsphase endgültig zur Fotografie. Sie wurde zu einem Ruhepol in seinem Leben. Eine Beschäftigung, die ihm Frieden gibt.

Gilles Studium der Kunstgeschichte und klassischen Archäologie hat sein großes Interesse an Kulturgeschichte und Religionen maßgeblich geprägt. Danach folgten viele Jahre als Experte für asiatische Kunst. Vor diesem Hintergrund verwundert es kaum, dass die verschiedensten philosophischen Ansätze Eingang in Gilles‘ Werk finden und ihm helfen das Einzigartige, Makellose und Vollkommene zu ergründen. Mal überwiegen motivische oder stilistische Einflüsse aus Asien, mal eine christlich abendländisch geprägte Symbolik. Und doch findet Gilles zu einer ganz persönlichen Sicht auf die fragile Schönheit unserer Erde, die er uns mit seiner friedvollen, ästhetisch anmutenden Fotokunst offenbart.